Zur Geschichte des Kindergartens

Dieser  Kindergarten  hatte aber  schon  seit  der Jahrhundertwende Vorläufer. Die erste Bezeichnung war „Kinderbewahranstalt“. Der katholische Verein „Ursulaheim“ erwarb – wahrscheinlich bald nach 1880 – die Villa Pegger in der Kreuzgasse und richtete dort eine Kinderbewahranstalt ein. Der Verein – somit auch ein Vorläufer desheutigen Vereins – legte in seinen Statuten fest, dass derjeweilige Dekan und Stadtpfarrer Vereinsobmann sei. Die Anstaltsleitung war durch Ordensangehörige zu besorgen.

Weil dann das Haus während des Ersten Weltkrieges als Kaserne diente und schwer gelitten hatte, wurde es verkauft.

Die  Bewahranstalt übersiedelte in das Gebäude der Haushaltungsschule im Klösterle und 1925 in das Gesellenhaus, dem heutigen Kolpinghaus. 1933 fand der Kindergarten sein endgültiges Zuhause in der Villa Monti. Die folgenden Jahre erlaubten einen ungestörten Kindergartenbetrieb. Zwei Barmherzige Schwestern von der Kettenbrücke Innsbruck betreuten die Kinder. Sie wurden von den Schulbrüdern verpflegt. Die Oberin bittet den Dekan, den beiden Schwestern monatlich je S 20,00 für Kleider, Wäsche und Schuhe zu zahlen. Ferienaktionen in Untertilliach und Kals werden durchgeführt.

Am 8. August 1938 wurde das Haus von der NSDAP beschlagnahmt, der Kindergarten übersiedelte wieder in das Kolpinghaus. Dekan Stemberger schreibt an das Ordinariat in Innsbruck: 

Wir haben das Haus 1930 gekauft wegen seiner zentralen Lage, seines schönen Gartens mitten in der Stadt, sodass das Haus passend erschien, in ihm einen Kindergarten unterzubringen…

Nach der Beschlagnahme des Hauses und den gegenwärtigen Verhältnissen ist an die Weiterführung der Kinderbewahranstalt nicht mehr zu denken…“

Nach Kriegsende 1945 nahmen die Engländer als Besatzungsmacht das Haus für sich in Anspruch.

Am 15. Oktober 1946 wird der Betrieb mit 2 Gruppen aufgenommen. Leiterin ist Frau Philomena Kröll. Ihr helfen 2 Kindergärtnerinnen. Die Ausspeisung erfolgt durch die UNICEF die Kinder bleiben über die Mittagszeit im Haus. Aufgrund der Not der Nachkriegszeit besuchen oft bis zu 200 Kinder (100 in einer Gruppe) den Kindergarten.

Am 4. September 1949 übernehmen Kreuzschwestern vom Provinzhaus Hall i.T den Betrieb. Ihnen zur Seite standen immer je Gruppe eine weltliche Kindergärtnerin und eine Helferin. Geführt werden seitvielen Jahren 3 Gruppen, die Zahl der Kinder bewegt sich zwischen 60 und 70.

 

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